Rainer Deppe: "Impfen statt Töten - Verbreitung der Blauzungenkrankheit eindämmen"
"Die Blauzungenkrankheit hat sich nach erstmaligen Ausbrüchen im vergangenen Jahr in diesem Jahr erneut und mit größerer Intensität ausgebreitet. Nachdem zunächst hauptsächlich das Bergische Land und Südwestfalen besonders betroffen waren, tritt die Infektionskrankheit nun in ganz Deutschland auf", betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Deppe heute im Landtag. Mehr als 18.000 landwirtschaftliche Betriebe seien bundesweit betroffen, der Schwerpunkt mit 9.226 Betrieben liege dabei ganz eindeutig in Nordrhein-Westfalen. Für die betroffenen Tierhalter sei die Krankheit insofern dramatisch, da weder wirksame Möglichkeiten zum Schutz der Tiere vor einer Infektion vorhanden seien, noch Arzneimittel zur Verfügung stünden, um die Krankheit zu heilen. Erkrankte Tiere hätten erhebliche Leiden zu ertragen. Deppe: "Die tausenden betroffenen Landwirte in Nordrhein-Westfalen haben unsere Solidarität und unser Mitgefühl und wir lassen Sie als Betroffene einer Naturk atastrophe nicht im Stich."
Das Ziel müsse es nun sein, einen möglichst effektiven Tierschutz zu erreichen sowie die betroffenen Tierhalter vor weiteren wirtschaftlichen Verlusten soweit wie möglich zu bewahren. "Der Einsatz eines wirksamen Impfstoffes bietet hier die beste Möglichkeit, das Leiden infizierter Tiere zu mildern, die Krankheit wirksam zu bekämpfen und den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren." Aus der Industrie kämen ermutigende Signale, dass im kommenden Frühjahr ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung stehen wird. In einem Antrag haben die Koalitionsfraktionen die Landesregierung deshalb nun aufgefordert, die nötigen rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, damit nach der Verfügbarkeit des Impfstoffes die voraussichtlich benötigten 3 Miliionen Impfdosen sofort in ganz Nordrhein-Westfalen zum Einsatz gebracht werden können. Die CDU-Landtagsfraktion spreche sich auch bei anderen Tierseuchen für eine veränderte Tierseuchenbe kämpfung ein. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern genauso aus ethischer Verantwortung, müsse es einen Vorrang von Impfungen geben. Deppe: "Impfen statt Töten, ist unser Ziel."
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