Eckhard Uhlenberg: Neuer Standort für Landwirtschaftskammer ist eine Schnapsidee
Als „Schnapsidee“ hat der Vorsitzende der CDU-Agrarauschusses und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Eckhard Uhlenberg, die Pläne für einen neuen, neutralen Standort der fusionierten Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Es sei schwer erträglich, dass die Landesregierung die Haushaltsmittel für die Kammern seit Jahren immer drastischer kürze und nun auch noch eine Standortdiskussion vom Zaun breche, die überhaupt nicht hilfreich sei. „Diese Taktiererei schadet der Landwirtschaft insgesamt“, kritisierte Uhlenberg.
Er verwies auf die „klare Position“ der CDU-Landtagsfraktion, die sich von den Grundsätzen Wirtschaftlichkeit, Sozialverträglichkeit sowie Respekt der Selbstverwaltung der Kammer(n) leiten lasse und frei sei von Lokal- oder Regionalkolorit. Uhlenberg: „Wir unterstützen nach wie vor den Beschluss der Hauptversammlungen der Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe für das Zwei-Standorte-Konzept Münster und Bonn. Daran ändert auch eine Ausgliederung des Bereiches Forst aus der Kammer nichts, wie sie die Regierungskoalition plant.“ Der Agrar-Experte der CDU appellierte an alle Beteiligten, persönliche Vorbehalte zurückzustellen und auf Grundlage der Beschlüsse der Hauptversammlungen der beiden Kammern die notwendigen Arbeiten zu erledigen. „Die CDU wird bei der Beratung des Kammergesetzes im Landtag nach der Sommerpause ihren Beitrag dazu leisten, dass die Fusion der beiden Kammern an beiden Standorten zum 1. Januar 2004 gelingt“, kündigte Uhlenberg an.
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