Eckhard Uhlenberg: Arbeitsplätze in der Zuckerwirtschaft sichern
Die CDU-Landtagsfraktion hat die rot-grüne Landesregierung aufgefordert, sich für den Erhalt von insgesamt mehr als 10.000 Bauernhöfen und Arbeitsplätzen in der Zuckerwirtschaft in NRW einzusetzen. Einen entsprechenden Antrag hat die CDU-Fraktion jetzt verabschiedet.
"Die EU-Reform zur Zuckermarktordnung kommt viel zu schnell. Und sie ist auch viel zu drastisch", sagte der stellvertretende Vorsitzende und agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion sowie Vorsitzende des Agrarausschusses der CDU NRW, Eckhard Uhlenberg. Die EU plane, den Binnenmarktpreis für Zucker und Zuckerrüben bis 2007 um 37 Prozent zu senken und gleichzeitig die Lieferquoten um 16 Prozent einzuschränken. Uhlenberg warnte: "Dann stehen zwei Drittel der 7.800 Zuckerrüben anbauenden Betriebe in NRW vor dem Aus. Über 4.000 Arbeitsplätze in der Zuckerwirtschaft werden ohne Not aufs Spiel gesetzt." NRW müsse dagegenhalten und die Landesregierung sich auf Bundes- und auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, die drastischen Preissenkungen zu verhindern. Die von der Kommission vorgeschlagene Verkürzung der geltenden Zuckermarktordnung um ein Jahr müsse verhindert und die Laufzeit der nächsten bis mindestens 2012 gewährleistet werden, um Planungssicherheit für die Zuckerrübenbauern herzustellen. Auf Initiative Bayerns habe auch der Bundesrat am 24. September eine deutliche Entschärfung der Vorschläge und den Erhalt der bisherigen Marktordnung in ihren wesentlichen Elementen gefordert. "Wir erwarten, dass Ministerin Höhn und die Landesregierung diese Stellungnahme des Bundesrates unterstützen", forderte Uhlenberg.
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