„Allianz für die Fläche" zwischen Aigner und Uhlenberg

Bild1Bei einer Veranstaltung des nordrhein-westfälischen CDU-Agrarausschusses vor hunderten Landwirten im niederrheinischen Hünxe nahmen beide Stellung zu den Herausforderungen für die NRW-Landwirtschaft in den kommenden Jahren.

 

 

Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner skizzierte die schwierigen Verhandlungen zur Agrarreform 2015 und die unterschiedlichen Erwartungshaltungen in den europäischen Ländern. Sie bedankte sich bei NRW-Landwirtschaftsminister Uhlenberg explizit dafür, dass mit der Landesregierung NRW sachliche und unideologische Diskussionen möglich seien, die eine gemeinsame Haltung der Bundesländer erleichtere: „Wir haben in Europa nur eine Chance, wenn wir geschlossen verhandeln, auch wenn die Interessenlagen in den Ländern natürlich unterschiedliche sind."

Uhlenberg und Aigner standen den Landwirten in einer regen Debatte Rede und Antwort. Als eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre stellen beide die Reduzierung des Flächenverbrauches dar und erhielten dafür viel Applaus in der Maschinenhalle des Betriebs. Uhlenberg: „Wir brauchen lebendige Strukturen in unseren Dörfern und nicht immer neue Wohngebiete an den Rändern oder riesige Auskiesungsflächen. Wir wollen den Flächenverbrauch von im Schnitt täglich 15 Hektar auf dauerhaft 5 bis 8 Hektar senken. Wir schützen die landwirtschaftlichen Flächen, ohne die unsere bäuerlichen Betriebe nicht lebensfähig sind, und versuchen Gängeleien durch immer neue Vorschriften und Regelungen wo es geht zu vermeiden."

Uhlenberg machte deutlich, dass es am 09. Mai bei der Landtagswahl um eine Schicksalsfrage für die Landwirtschaft in NRW geht: „Es geht um unsere 50.000 landwirtschaftlichen Betriebe mit etwa 400.000 Arbeitsplätzen." Uhlenberg machte die Bedrohung auch ganz konkret klar: „Wenn es zurück ginge zur Politik von Rot-Grün oder gar Rot-Rot-Grün, dann reden wir hier nicht über Rahmenbedingungen, die wir uns noch etwas besser gewünscht hätten. Dann sind die heutigen Debatten um die Wasserrahmenrichtlinie oder die FFH-Gebiete unsere kleinsten Probleme. Dann steht die Landwirtschaftskammer zur Debatte, die wir erhalten und verteidigt haben. Dann reden wir wieder über die alten ideologischen Gräben, bei denen es gut und böse in der Landwirtschaft gibt. Wir haben in fünf Jahren eine ganze Menge erreicht - das sollten wir Landwirte nicht aufs Spiel setzen."

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